Bereits im April 1923 schrieb man in der Sportrubrik in einer
Berliner Zeitung, dass im Juni des gleichen Jahres ein
Wettfahren für Automobile und Motorräder bei Schleiz
stattfinden soll.
Am 10. Juni 1923 um 8 Uhr war es dann soweit, als die
„1. Brennstoffprüfung“ für 10 Automobile und 15 Motorräder
gestartet wurde.
Das war die Geburtsstunde des „Schleizer Dreiecks“, südlich der
Kleinstadt Schleiz gelegen. Von nun an erfolgte in jedem Jahr
das traditionelle Motorradrennen und teilweise auch
Automobilrennen. „Damit wurde ein neuer Anziehungspunkt,
eine neue Sehenswürdigkeit und eine neue Lebensquelle für die
Stadt Schleiz geschaffen“, Zitat der Schleizer Zeitung 1923.
Bereits 1924 wurde das Schleizer Dreieck Austragungsort um die „1. Deutsche Kraftradmeisterschaft“.
Das landschaftlich herrlich gelegene Dreieck entwickelte sich von nun an zu einer namenhaften Rennstrecke.
Die Begeisterung der Zuschauer, die Gastlichkeit der Schleizer und anspruchsvoller Straßenrennsportließen das
Schleizer Dreieckrennen zum Markennamen im deutschen sowie internationalen Rennsport werden.
Die drei Eckkurven, Haarnadelkurve, Waldkurve und Heinrichsruher Kurve, verkörpern das 7,6 km lange
Schleizer Dreieck mit seinen 27 Kurven sowie den superschnellen Streckenteilen.
Das Schleizer Dreieck erlebte bis in die heutige Zeit
hervorragenden Motorsportin Form von internationalen
Motorradrennen, Seitenwagen- und Automobilrennen.
Tausende von Rennfahrern aus vielen Ländern der Welt und
ca. 5,7 Millionen Zuschauer fanden in den Jahren den Weg an
die „Alteste Naturrennstrecke Deutschlands“ und damit in das
landschaftlich reizvolle Schleizer Oberland.
Erlebten im Jahr 1950 250.000 Zuschauer an einem Renntag
den Gesamtdeutschen Meisterschaftslauf, kamen in den 60er
Jahren und Anfang der 70er Jahre die besten Formel-3-Renn-
fahrer der Welt nach Schleiz, entwickelten sich die Rennen in
den 70er sowie in den 80er Jahren zur größten Motorsport-
veranstaltung der DDR und den sozialistischen Ländern.
Die Geschichte des Schleizer Dreiecks ist aber auch geprägt von
Höhen und Tiefen des Motorsports in Abhängigkeit von politischen Gegebenheiten. Bis in die heutige Zeit bildet das
Schleizer Dreieckrennen ein Vermächtnis für Fahrer, Organisatoren und Zuschauer über Generationen hinweg.
In Schleiz wurden immer neue Wege gefunden, dem Motorsport eine breitere Basis zu geben. Bergrennen, Trainings-
veranstaltungen, Kartrennen, Oldtimertreffen, historischer Rennsport, Rockkonzerte aber auch Radrennen u.v.a.
wurden und werden veranstaltet.
Die Sicherheit für Rennfahrer und Zuschauer prägten den ständigen Ausbau der Rennstrecke.. Von großer
Bedeutung zum Erhalt der Strecke waren sicherlich die große Umbaumaßnahme von 1988, die Verlegung der
Rennstrecke von der Stadt Schleiz in die Kohlbachschikane sowie der Bau der Querspange im Jahr 2004.
Die letztgenannte Maßnahme gab der heutigen Strecke ihr aktuelles Erscheinungsbild.